Es ist soweit. Nach monatelangem Hadern und Probieren habe ich mich nun zum Kauf eines Makro Objektivs entschlossen. Das ist gerade auf dem Weg zu mir, sollte Montag oder Dienstag auch eintreffen. Da für mich ein Makro unterhalb des 1:1 Abbildungsmaßstabs nicht in Frage kommt, das 80mm von Fuji zu teuer für gelegentliche Einsätze ist und mein Vivitar 55mm ohne Fokussierring – ergo nur mit Balgengerät – funktioniert, was das Scharfstellen Freihand faktisch unmöglich macht, musste etwas anderes her. Die Option waren diverse analoge Altgläser (Canon 100mm Makro f/4 z.B.) – die entweder aber unsaäglich teure Raritäten sind oder auch nur halbgute Kompromisse – und dann plötzlich war es da:
Das Meike 85mm f/2.8 Makro mit 1,5:1 (!) Abbildungsmaßstab – also einer dezenten Lupenfunktion. Die Kritiken zu dem Objektiv sind entgegen aller Erwartungen erstklassig – mit X Bajonettanschluss und natürlich ohne Autofokus aber in diesem Bereich der Makrofotografie auch leicht verschmerzbar. Das Tolle, um die 300 Euro kostet das immerhin fast 500 Gramm schwere Objektiv, also etwa ein Viertel des Fujinons mit gleicher Brennweite und Lichtstärke.
Sobald es da ist, wird eine ausführliche Rezension folgen – es könnte sich hier um eine kostengünstige Alternative handeln mit sehr guten Abbilungsleistungen. Leider ist es gar nicht so oft und leicht erhältlich wie man glauben mag.
Zur Einstimmung 2 Fotos von heute, die in heimischen Landstrichen via XF 18-55mm, XC 50-230mm und 16er Zwischenring entstanden sind. Der Abbildungsmaßstab ist mir noch immer einen Ticken zu gering, auch wenn der Schmetterling nahezu die passende Größe hatte.

Biene_1

Schmetterling_1

Beide Fotos sind massive in der RAW Entwicklung optimiert worden, gerade das 50-230 bietet kaum die Chance zu großflächiger Schärfe (Schmetterling), stellt aber bei 230mm zwangsläufig besser frei als das 18-55, welches ich auch bis f/11 bei den heutigen Aufnahmen abgeblendet habe.
Ich werde sehen, was das „echte“ Makro dann besser kann. Die kleinen Lebenswelten eröffnen unzählig viele neue Blickwinkel und machen tatsächlich unsictbares sichtbar…

2 Replies to “Coming Closer”

  1. Ich bin gespannt auf den Test. Finde Makro zwar einerseits faszinierend, auf der anderen Seite aber eine „sperrige“ Art zu fotografieren. Aus diesem Grund war ein (teures) Makro auch nie Thema für mich. Vielleicht ja bald deine Variante?

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    1. Hi,

      witzig, das Objektiv kam heute gerade an, gleichzeitig mit dem 7 Artisans 35mm f/1.2. Für mich war die Zwischenringlösung jetzt lang genug die Alternative und Umkehrringe bewirken eben massive Probleme wegen der äußerst geringen Schärfentiefe (gerade bei Superweitwinkeln). Ich möchte viel mehr im Makroberiech machen, aber nicht so intensiv dass sich das 80er Fujinon rentiert. Das 60mm ist mit 1:2 eben nur die halbe Miete und nun taucht da ein 1,5:1 85mm Stück auf mit erstklassigen Reviews zu weniger als einem Drittel des Preises. Wenn man sich mit Makros beschäftigt, weiß man, dass der Autofokus nur bedingt nutzbar ist, gerade wenn es um millimetergenaues Scharfstellen geht. Ich werde erst einmal alles Testen – man kann den Abbildungsmaßstab von 1:1 über 1,3:1 bis 1,5:1 am Tubus einstellen und mal sehen, bis zu welcher Blende man gehen kann, um den idealen Wert zwischen maximaler Schärfentiefe und geringster Beugungsunschärfe zu finden. Es ist ein Stativ Makro, bei Insekten setzt es viel Geduld voraus, wenngleich ich Libellen auch schon manuell scharf stellte weil der AF versagte. Möglich ist es – ich nenne es nicht sperrig sondern entschleunigt. Den ersten Bericht gibt’s heute Abend zur Haptik und Drumherum. 😉

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