Zuwachs in der Fujifilm – Familie

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Zugegebenermaßen, keine Blutslinie, keine Adaption sondern Adoption passgenauer Fremdlinge mit X Bajonett aus dem fernen China. 2 Objektive für zusammen unter 350 Euro, das ist heutzutage kein Kunsstück mehr. Aber kein Altglas sondern überraschend wertige moderne manuelle Objektive mit besonderen Eigenschaften:
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7Artisans 35mm f/1.2
Meike 85mm F2.8 Macro 1,5:1
Es gibt heute noch keine Bilder und detailierten Erfahrungswerte, doch ein paar erste Eindrücke kann ich natürlich schon bieten.
Beide Objektive sind mit X – Bajonett versehen und somit direkt an den Kameras anschliessbar. Das Meike Objektiv ist vollformattauglich, gibt es also auch mit entsprechendem Bajonett for Sony, Canon usw. Kleinbildkameras. Am X System hat man faktisch einen Bildausschnitt, der umgerechnet auf Kleinbild etwa 127mm entspricht. Das Objektiv ist wie auch das 7artisans eine überwiegende Metallkonstruktion, mit 500 Gramm vergleichsweise schwer.
Die Länge des Tubus verlängert sich von 12cm (1:1 Makro) auf etwa 14cm, wenn man in den 1,5:1 Maßstab wechselt. Direkt an dem roten Ring (ja, grob so rot wie von einer bekannten L Serie) befindet sich der Blendenring, der ohne Rastfunktion von f/2.8 bis f/22 in vollen Stufen eingestellt werden kann. Davor findet man den eigentlichen Fokussierring, der herrlich weich läuft und griffig genug für feines Scharfstellen läuft. Es klappert nichts, das Objektiv sitzt fest in der Kamera, Front – Rückdeckel und Streulichtblende sind dabei. Die Verarbeitung ist erstklassig – der Frontdeckel sitzt besser als an jedem Fujinon! Haptisch ist es sehr gut verarbeitet, Metall ist doch immer die schönere Lösung. Wetterfest ist es nicht, keine Angst aber vor Stromschlägen, es ist kein Leben in diesem Leib. Alles reine Mechanik, hier ist Entschleunigung Pflicht. Für Freihandaufnahmen braucht es eine ruhige Hand, viel Licht und Feingefühl. Auf einem Stativ ist das Arbeiten äußerst einfach und via Fokuspeaking oder Lupe ein Kinderspiel. Die maximale Nahstellgrenze beträgt etwa 25cm! Es ist ein auf Makros optimiertes Objektiv, bei Fokussierdistanzen über 1 Meter wird es schwierig scharfzustellen – eher unmöglich. Daher ist es als Portrait Objektiv nur bedingt geeignet, für andere Sparten gar nicht. Es ist ein Makroobjektiv.

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Das 35mm f/1.2 ist ebenfalls ein Ganzmetalltubus, wenngleich zwischen Anfang und Ende des Objektivs nicht allzuviel ist. Der Blendenring ist fast an der Kamera anliegend, am vorderen Bereich befindet sich der Scharfstellring. Ebenfalls stufenlose Blende, aber weit genug weg vom Scharfstellring. Auf Kleinbild umgerechnet erhält man einen Bildausschnitt, welcher etwa 52mm am Kleinbildsensor entspricht. Nichts klappert, das Objektiv passt perfekt ans Bajonett, beide Ringe laufen sanft, nicht zu leicht und nicht zu schwer. Die BRennweite erlaubt sicheres Scharfstellen auch ohne Peaking Funktion. Die Nahstellgrenze beträgt 35 cm. Obendrein ist es schwerer als man glaubt, an der X-T2 aber unauffällig. Der Look ist ebenfalls sehr retrolastig, eine regelrecht Augenweide. Erste Schnelltests ergaben das zu erwartende – bei Offenblende fotografiert man Creme – Creme überall. Magarinenweich, kontrastarm aber doch ansprechend – man muss es mögen! Bereits bei f/2.8 wird das Ergebnis sichtbar kontrastreicher und ab f/4 oder f/5.6 ist es knackescharf. Ich habe noch keine Details geprüft doch erste Ansichten sind vielversprechend – ich schau mir Bilder auch maximal in der 100 % Ansicht an. Vergleiche zu modernen Fujinons mit 35mm BRennweite erspare ich mir an dieser Stelle. Für das kleine Geld hat man definitiv etwas wertiges in der Hand, das zumindest f+r mehr als zum Probieren taugt. und f/1.2 Brennweiten sind in aller Regel auch um ein Vielvielvielfaches teurer.
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Lets go analogue – so ist die Devise für die nächste Zeit, eher es wieder in die Wildnis geht. Primär werde ich das Makro ausgiebig testen und dann hoffentlich bald mit Bildern und Erfahrungen dienen können!

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