X-T2 + MCEX-16 + 7Artisans 35mm f/1.2

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Tage wie diese laden ein zum experimentieren mit Equipment, das man in aller Regel nicht kombiniert. Ich hatte heute die geistreiche Idee, die Bokehfähigkeiten des 7Artisans 35mm f/1.2 zu testen. Da Close Ups bei 35mm Brennweite und einer Nahstellegrenze von 35cm wenig Sinn machen, habe ich den Fuji 16mm Zwischenring einfach noch dazwischengeschraubt um auf wenige cm an das Objekt heranzukommen.

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Die Blende habe ich zwischen f/1.2 bis maximal f/2 geschlossen. Alle Beispielbilder hier sind mit f/1.2 oder f/1.6 aufgenommen. Ergo minimaler Schärfebereich mit maximal schneller Auslösezeit – der elektronische Verschluss tat den Großteil der Arbeit. Was das 7Artisans überhaupt nicht mag, sind Gegenlichtsituationen, merkwürdige Streifen und Reflexionen erscheinen im Sucher, die sich nur durch das Ändern der Perspektive beseitigen lassen.
Das Bokeh ist recht eigensinnig, keinesfalls aber unangenehm. Eine Mixtur aus Helios 58mm und LSD trifft es ganz gut. Butterweich ist es allemal, je nach Art der Beschaffenheit von Objekten im Vorder – und Hintergrund entstehen herrliche Bokehflecken und zuweilen psychosomatisch abstrakte Wahnbilder .

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Die Abbildungsqualität ist tatsächlich sehr gut. Direkte Vergleiche mit dem 23mm f/1.4  brachten erst in der 100% Ansicht einige sichtbare Unterschiede, doch für 120 Euro erhält man hier ganz brauchbare Ergebnisse. Allerdings gehört das 23mm 1.4 neben dem 16mm 1.4  mit zu den besten Fujinon Objektiven, hier Vergleiche zu ziehen ist beinahe absurd. In der fotografischen Praxis schlägt sich das 7Artisans erstaunlich gut. Wie gesagt, Gegenlicht sollte man vermeiden – auch seitlich stark einfallendes Licht ist weniger genehm – ob hier eine Streulichtblende wirkungsvoll hilft, weiß ich nicht zu beurteilen.
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Dank der Zwischenringe bekommt ein 35mm f/1.2 Objektiv ganz neue Einsatzmöglichkeiten, die es neben Portrait/Street auch interessant für experimentelles Fotografieren im Close Up/Makro Bereich machen. Durch die Lichtstärke lässt sich sehr gut mit Schärfe – Unschärfe arbeiten. Der Zwischenring bewirkt durch die Verkürzung der Nahstellgrenze gerade bei Blüten und Pflanzen generell ein effektives Freistellen von kleinen Details unter Ausblendung allen Drumherums – Blickführung sei Dank!
Noch anders, ein 120 Euro f/1.2 Objektiv lässt sich auch mit günstigen Zwischenringen koppeln – für 150 Euro kann man dann schon sehr kreativ im Makrobereich arbeiten und sogar recht ordentliche Ergebnisse erwarten. Ich empfehle wie immer die Aufnahmen im RAW Format vorzunehmen, um in der Nachbearbeitung noch in die Schärfe, Weißabgleich und Kontraste einzugreifen. Wie sich erfahrene Fotografen denken können, ist ein solches Objektiv bei Offenblende nicht gerade ein Weltmeister bei (Mikro-) Kontrasten, Farben und Schatten/Spitzlichtern.
#fujifilm #daniel vorkauf # 7artisans #makrofotografie #review #Fuji X-T2

 

3 Replies to “X-T2 + MCEX-16 + 7Artisans 35mm f/1.2”

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