Fujifilm & Kamlan 50mm f/1.1

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Es ist zuweilen erstaunlich, wie sich auch der Kameramarkt verschiebt, welche Optionen insbesondere spiegellose Systeme bieten – vom Adaptieren aller denkbaren Fremd – und Altobjektive bis hin zur Möglichkeit, analoges Neuglas aus Fernost passgenau durch X-Bajonett Anschluss an die Kamera zu montieren.
Wie immer gilt Skepsis ist gut, Probieren besser. Nachdem ich das 32mm f/1.2 von 7Artisans bereits positiv bewerten konnte, musste ich nochmals über das Lensbaby Velvet 56mm 1.6 hinwegstolpern um auf dem Kamlan 50mm f/1.1 zu landen.
Portraitobjektive lichtstärker als f/1.2 sind eher die Ausnahme auf dem Kameramarkt, in aller Regel sind sie vor allem nicht bezahlbar. Und nun gibt es da einen Hersteller, der knappe 180 Euro für ein solches Objektiv einfordert. Rein manuell, versteht sich. Nun, für 180 Euro bekommt man von Fuji einen feuchten Händedruck verpackt in Pappe, das XF 56mm f/1.2 ist für etwa den 9fachen Preis erhältlich und spielt sicherlich in einer anderen Liga. Bleibt also die Frage, was kann man von einem Objektiv erwarten, das derartig lichtstark ist.

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Verpackt ist es einem recht schlichten Karton, schnörkellos in 2 Schaumstoffhälften schütztend gelagert. Front – und Rückdeckel, Streuchlichtblende und ein Putztuch gehören natürlich dazu. Seltsame Chemiegerüche kann ich keine vermelden, auch optisch macht das Objektiv einen sehr guten Eindruck.
Es ist aus massiven Metall gebaut, sehr klein und handlich mit 52mm Filterdurchmesser. Nichts klappert, das Bajonett ist sauber gefräst, es passt perfekt an die Kamera. Der Scharfstellring befindet sich am vorderen Teil des Tubus, der Blendenring weit hinten. Je nachdem was man gewohnt ist, sollte man darauf achten wo man gerade dreht. Die Blende arbeitet ohne Klicks aber hat ein sehr geschmeidige Bewegung, weder zu leicht noch zu schwergängig. Das selbe gilt für den Scharfstellring. Generell findet man am Objektiv keine Beanstandungen, es fühlt sich wertig an.
Die stufenlosen Blenden sind in vollen Stufen eingraviert, zumindest von f/1.1 bis f/8. F/11 fehlt aber f/16 – der maximale Blendenverschluss ist wieder da. Somit ist es schwierig, eine Blenden zwischen f/8 und f/16 zu finden. Auch Drittelstufen sind unmöglich. Aber das sind Zahlenspiele, letztendlich zählt die Wirkung durch das Abblenden und nicht die Blendenzahl.

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Der erste Eindruck ist also durchweg positiv, Testbilder werde ich später anfertigen. An meinen X-T1 und T2 Kameras passt das Objektiv optisch und haptisch perfekt. Auch für kleiner Kameras der X-Serie ist es perfekt, wie auch an einer X-Pro 1 oder 2 mit Messsucherstil. Der Bildausschnitt entspricht umgerechnet auf Kleinbild 75mm Brennweite , es handelt sich also um eine nahezu perfekte Brennweite für Gesichtportraits oder oberes Körperdrittel Aufnahmen. Selbstverständlich werde ich es auch mit Zwischenring ausprobieren. Was ich jetzt schon sagen kann, Dank der 12 abgerundeten Lamellen sah ich bereits durch den Sucher kreisrunde Bokehlichter, selbst bei starkem Abblenden bleiben sie offenbar rund. Ein erstes Zeichen für wertige Arbeit im Innenleben des Objektivs.
Testbilder folgen in einem gesonderten Beitrag, eventuell sogar schon mit einigen Sätzen bei der 100 Prozentansicht.
Stay tuned 😉
#Fujifilm #Kamlan ##Daniel Vorkauf #Kamlan 50mm f/1.1 #Review

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