Zwischen Schnee und Blütezeit

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So oder so ähnlich kann man diesen Blogeintrag betiteln – in den Alpen liegt noch reichlich Schnee und bereits in einer Höhe von 1200 Metern sind viele Wege noch immer unpassierbar, insbesondere auf der Nordseite der Alpen.
So lautete die Devise wieder einmal – sommerlich kleiden, reichlich Sonnencreme auftragen, die Hosen hochkrempeln aber im Rucksack dennoch auch Kälteschutz mitführen. 2014 hatte ich mir bei einem Höhenmarsch auf 1600 Metern ohne jedweden Schutz einen Sonnenbrand sondergleichen zugezogen, das Gesicht nahm spannendes Aussehen an, da alles knallrot war mit Ausnahme der Augenpartie, welche von einer Sonnenbrille bedeckt war. Dieses Mal hatte ich Sonnencreme aber keine Sonnenbrille, was mir unangenehmen Sonnebrand in den Augen bescherte – Schnee reflektiert ungemein und aus unerklärlichen Gründen gelingt mir immer wieder ein den Erfahrungen widersprechendes Handeln.
Freitag früh um 5 Uhr ging es los – etwa 400 km Strecke gen Süden, zuerst nach Dachau und dann weiter in die Umgebung Miesbach. Dank der antizyklischen Reisezeit war die Fahrt zügig – leider sind die Geschwidigkeitsbegrenzungen und entsprechenden Radaranlagen nicht an mein Fahrtempo angepasst, der Freistaat kann also wieder abkassieren.
Bergtouren hatte ich im Vorfeld auch nahezu ausgeschlossen – zumindest was Höhe anbelangt. Allerdings sieht man nun sehr deutliche Unterschiede zwischen der Nord- und Südseite, was auch fotografisch interessante Perspektiven ermöglicht, weil man sich oftmals genau zwischen noch-Winter – und schon-Frühling Gefilden bewegt. Schneetiefen von über einem Meter waren an der Tagesordnung wie auch Almabschnitte, die bereits kräftig blühten. Zwar war das Wetter ideal zum Wandern, allerdings habe ich immer Probleme mit rein blauem Himmel, das nimmt selbst schönsten Landschaften einiges an Dynamik und Atmosphäre. Obendrein habe ich für das XF 10-24 f/4 noch immer keinen Polarisationsfilter gefunden, der nicht für Artefaktbildung sorgt – vermutlich dem Aufbau des Objektivs und der extreme Brennweite geschuldet. Wie im Beitrag zuvor habe ich mich für nur 2 Objektive entschieden, welche mich begleiteten – das XF 23mm 1.4 und besagtes Superweitwinkel. Da ich dieses Mal tatsächlich mehr Weite einfangen wollte, bliebe das 23er sogar zurück, Licht gabe es mehr als genug, so dass ich auch mit f/8 und f/11 Freihand und ohne Bildstabilisation/Stativ fotografieren konnte.
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1/6 Sekunde Freihand mit dem XF 10-24mm
Am Samstag war dann der größere Wandertag, unweit vom Kufstein kurz hinter der österreichischen Grenze – von 1000 Metern ging es dann über 2 Gipfel (1200m und 1400m) mit einer Laufleistung von etwa 12 Kilometern – klingt wenig dramatisch aber meine letzten anspruchsvolleren Wanderungen liegen einige Monate zurück und wer durch Schnee stapft, weiß, wieviel Energie beansprucht wird – ich bin froh dass nicht der optionale Aufstieg mit 1000 Höhenmetern gewählt wurde, daran wäre ich dieses Mal gescheitert. Ich hatte Hochgenuss auf geringerer Höhe – das Kaisergebirge fast immer vor den Augen und Dank des gewohnt guten Bergführers steige Perspektivwechsel. Das Wandern hatte natürlich Priorität, so dass ich hier auch nur ein paar Schnappschüsse zeigen kann.
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In weniger als 4 Wochen geht es dann wieder in die Alpen, dann allerdings nach Tirol an die GRenze des Karwendelgebirges – ich werde sehen, wieviel Schnee dann noch immer in den höheren Lagen liegt und welche Wanderungen überhaupt möglich sind. Wichtiger ist allerdings auch die „OFF“ Erfahrung, welche ich mir dann ohne Strom und fießend Wasser erhoffe. Und wer sich nun wundert – Island ist nicht vergessen – im September steht die 20ste Reise an im 10 Jahr. Bis dahin erhoffe ich mir auch in heimischen Gefilden noch einige schöne Musestunden der Fotografie und einige neue Erlebnisse.
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Age & Ages
#Daniel Vorkauf # Fujifilm #Travel # Reisebericht #X-T2 #XF23mm #XF1024

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